Vorstellung & Fragen

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mw.dd
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Registriert: Montag 21. September 2026, 13:00

Vorstellung & Fragen

Beitrag von mw.dd »

Hallo,

kurz zur Vorstellung:
Ich heiße Micha, komme aus Dresden, bin Mitte 50 und habe das Segeln eher spät für mich entdeckt. Mein Revier ist der Senftenberger See bzw. das dort entstandene Lausitzer Seenland. Dort bin ich Mitglied in einem Segelverein.

Ich habe mit einer Ixylon angefangen, hatte dann eine FAM und jetzt einen Stöberl Kimmkieler (Twin). Im Zusammenhang mit der dieses Jahr erfolgten Öffnung der Kanäle zwischen den Seen im Seenland (jetzt 5, später 8) sowie die Bilder eines Vereinskollegen, der regelmäßig mit einer Greif zwischen Rügen und Usedom unterwegs ist, bin ich jetzt ein bisschen angefixt, was längere Bootstouren & Bootsurlaube angeht.

Dafür bin ich auf einer eher mittelfristig angelegten Suche nach einem passenden Kajütboot für mein Heimatrevier und den geschützten Revieren der Ostsee. Es soll brauchbar auf den YS-Regatten im Verein segeln (ich will nicht Letzter werden, schon gar nicht mit Abstand ;) ), Mindest-Wohnkomfort für zwei bieten und sich mit einem PKW ziehen lassen (jetzt 1,8t zulässig). Anlaufen am Strand soll möglich sein, und wenn’s dann noch einigermaßen stabil im Wasser liegt, wäre es perfekt.

Bisher an Kajütbooten gesegelt bin ich:
FAM - zu lahm
Varianta 65 - auch nicht wirklich fix, dazu eher nicht “stabil”, Konzept wirkt “alt”
Storm 22 - gefällt mir, ist aber gebraucht kaum zu bekommen
Deltania 20.5s - zu wenig “stabil”, und man sitzt nicht gut in der Kajüte
Greif - ich habe schon zwei Kentern sehen, und das macht anschließend einen Haufen Arbeit, und so richtig sportliches Segeln geht auch nicht


Im Verein gibt’s noch eine Jantar 21 und eine Skippi 650, die ich mal probieren könnte, aber beide wahrscheinlich zu sportlich und zum “Wohnen” eher ungeeignet.

Die Dehlya 22 ist auf Grund vieler ganz positiver Berichte auf meiner Liste gelandet, auch wenn ich eigentlich kein Boot kaufen wollte, was älter als 30 Jahre ist. Das große Angebot an Gebrauchten wirkt sich da positiv aus. Auf der Liste stehen u.a. auch noch die Jeanneau Sun 2000 (könnte knapp werden mit den 1,8t) und diverse Polenkreuzer (Maxus/Deltania 22s, Sportina 680 etc.)

Fragen zur Dehlya 22:
Wie sitzt man zu zweit in der Kajüte? Kann bitte jemand ein Bild zeigen, damit ich das ungefähr abschätzen kann?
Es werden immer 4 Probleme mit der Dehlya genannt:
- weiches Deck am Mastfuß
- Hubkielmechanik
- ausgeschlagenes Ruder
- Osmose im Ballasttank
Wie ernst sind denn diese Probleme? Ich habe durchaus keine zwei linken Hände, aber keine Halle, in der ich im Winter werkeln kann. Und von April bis Oktober will ich eigentlich segeln…
Ist hier im Forum jemand, der mich im Umkreis von max. 120 km um Dresden (also Seenland, Leipzig oder so) mal sein Dehlya 22 besichtigen lassen würde?

Ich würde mich freuen, wenn mich jemand bei der Entscheidung unterstützen könnte und mir meine Sorge davor nimmt, mir eine teure Baustelle ins Haus zu holen, die ich dann nach wenigen Jahren wieder abstoße, weil ich die Nase voll habe… Zum Dank bleibe ich dann länger hier ;)
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donnie
Beiträge: 155
Registriert: Montag 18. September 2017, 10:14

Re: Vorstellung & Fragen

Beitrag von donnie »

Moin,

ich kann dir nur etwas zur Dehlya 25 sagen & wohne auch deutlich weiter, als 120km entfernt, aber vllt. hilft es dir:

Der Spagat zwischen Wohnkomfort und Rennziege ist immer so eine Sache. Was für Boote wären denn so deine potenziellen Gegner? So könnte man einschätzen, wie sich eine Dehlya schlagen würde. Hier msl zur groben Einschätzung, denn die Dehlya 22 und 25 sind grundsätzlich ähnlich flink, wobei die 22er einen Gewichtsvorteil hat.
Bei uns auf dem Revier sieht es wiefolgt aus:

Dehlya 25 ist schneller:
- Greif mit voller Tourenausstattung
- Sun 2000
- Varianta 65
- Jaguar 22
- FAM

Dehlya 25 ist langsamer:
- Sportina 680
- Skippi 650 (Hubkiel mit Bleibombe)
- Storm 22
- Maxus 22 (Hubkiel und Seerigg)
- 20er Jollenkreuzer
- die meisten 15er Jollenkreuzer
- Raptor 26
- Maxus 26
- Maxus 24 evo

Ähnlich schnell (je nach Windbedingungen):
- Maxus 24 (ohne evo - also die alte Variante)

(Alle vergleiche ohne Spi auf keinem der Boote. Ohne Spi wird die offizielle YS von 114 der Dehlyas zudem auch nicht erreicht.)

Im Innenraum einer Greif (15er Jollenkreuzer sehr Tourenlastig) ist in etwa so viel - vllt etwas weniger Platz, wie in einer Dehlya 25.

Bzgl. der 4 genannten Probleme:

Bei vielen Dehlyas wurde der Maststuhl bereits repariert. Wenn bei der Reparatur der ehemalige Holzkern gegen Kunststoff ausgetauscht wurde, ist das kein Thema mehr. Darauf würde ich persönlich beim Kauf achten / den Verkäufer dazu befragen.

Die ausgeschlagenen Ruderlager sind am Ende POM-Hülsen, welche in eine Aluminiumrohr eingeklebt sind. Die hatte ich damals bei meiner Dehlya 25 ausgetauscht und bereits bei zwei weiteren Dehlyas aus dem Verein. Aus meiner Sicht kein Thema.

Das mit der Osmose im Wasserballast habe ich auch schon häufiger gehört, aber einen bestätigten Fall hatte ich bisher nicht gesehen.

Der Hubkiel muss irgendwann mal ausgebaut werden - dafür muss man das Boot hoch heben können.
In den Kielkasten konnte man ein Revisionsluk einbauen, worüber man dann auch die Spindel nachfetten. Das kann den Ausbau natürlich heraus zögern.
Wenn das Boot im Wasser liegt, kann man über diese Luke auch ein Video von der Spindel machen und so prüfen, ob diese eiert oder gerade läuft (Kiel natürlich dabei hoch kurbeln).

Allgemein:
Ansonsten muss ich leider sagen, dass die Dehlyas konstruktiv natürlich in die Jahre gekommen sind. Modernere Risse, wie Storm, Maxus, Focus und Co sind i.d.r. potentiell schneller und bieten meistens mehr Wohnkomfort, breiteres Cockpit und Höhe in der Kajüte auf gleicher Länge und Breite, aber liegen nicht im gleichen Preisegment.

Ich selbst bin vor 4 Jahren auf eine Maxus 26 umgestiegen umd bereue den Schritt nicht, obwohl der Grund des Umstiegs nicht darin begründet war, dass ich mit der Dehlya 25 in irgendeiner Weise nicht zufrieden war.

Handbreit, Kai
AnnackerW
Beiträge: 5
Registriert: Sonntag 24. Januar 2010, 20:48

Re: Vorstellung & Fragen

Beitrag von AnnackerW »

Guten Abend,

ich bin sehr überrascht, dass Du auf Deiner Liste kleine Dehler 22 führst.

Aus ähnlichen Überlegungen wie Du, habe ich vor 18 Jahren nach einen Boot Ausschau gehalten.

Ich wollte Wohnkomfort, Eignung mit einem PkW ( 1,8 to ) trailerbar und auch für die Ostsee geeignetes Boot kaufen.

Bei der Dehlya störte mich der Hubkiel, der Wasserbalast - d.h. die Schwachstellen und der Wartungsaufwand.

Als Alternative habe ich eine Dehler 22 erworben.

Lokal konnte ich auf unseren Stegregatten mich gut platzieren / Edersee Liegeplatz.

Sie ist auch bedingt geeignet für küstennahes Segeln auf der Ostsee ( mache ich aus Gründen des Aufwandes seit einigen Jahren jedoch nicht mehr - Charter ist bequemer und ermöglicht auch segeln, wenn der 'Wind bei 5 - 7 Bft bläst !!!

Natürlich ist der Platz auf der 22-Fuß Minijacht begrenzt. Schlafen und Leben sind mit 2 Personen gut meisterbar.

Die Dehler 22 wird etwas teurer gehandelt als die Dehlya 22, aber der Festkiel macht sich auf dem Wasser deutlich bezahlt.

Bitte bedenken Festkiel bedeutet kranen !!

Ich bereue nicht dieses Boot erworben zu haben. Gruß Winfried
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